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wiki:kalletal_erder

Erder

Dieses ist die Beschreibung des Kalletaler Ortsteil Erder.

Hausstätten- und Höfeliste

Die [Erderer Hausstätten- und Höfeliste] umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Geschichte

Erder ist ein Ortsteil von Kalletal im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe. Erder liegt am Ufer der Weser, zwischen dem Rintelner Becken und dem Weserdurchbruch Porta Westfalica (Westfälische Pforte) zwischen Weser- und Wiehengebirge, durch das der Fluss vom Oberen Wesertal in die Norddeutschen Tiefebene einfließt. Etwa 3,5 km ostnordöstlich verläuft die Grenze von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Durch den Ort führt die 1975 angelegte Deutsche Märchenstraße.

Erder wird erstmals 1151 als Artheren schriftlich erwähnt. 1733 plante Fürstin Pauline zur Lippe in Erder einen großen lippischen Binnenhafen anzulegen. Der Plan wurde allerdings nicht realisiert, da Preußen keine Konkurrenz für seine Häfen in Minden und Vlotho zulassen wollte. Dennoch war der lippische Weserhafen in Erder von einiger Bedeutung für das Fürstentum Lippe. Zwischen Erder und Lemgo wurde eine Straße gebaut, über die Waren aus Bremen, wie Zucker, Kaffee, Reis und Heringe, nach Lippe transportiert wurden. Für viele Wanderarbeiter, hauptsächlich Ziegler, waren die beiden ersten Weserdampfschiffe Hermann und Wittekind eine bequeme Möglichkeit, von Erder aus nach Bremen zu fahren. Von dort aus ging die Reise weiter nach Ostfriesland und Holland. Das änderte sich erst, als 1895/96 die Eisenbahn durch Lippe fertiggestellt wurde und die Ziegler vom Vermittlungszentrum in Lage zu ihren Arbeitsstellen aufbrachen. Erder war auch Ausgangspunkt vieler Amerika-Auswanderer im 19. Jahrhundert. 1823 wurde durch die Bremer Weserschifffahrts-Akte die Fahrt und der Zoll auf der Weser neu geregelt. Für Lippe durften danach an der Zollstation Erder 13 Pfennig je Schiffpfund (je 300 bremische Pfund) Weserzoll von den auf der Weser fahrenden Schiffen erhoben werden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ort, als äußerster Zipfel des Fürstentums Lippe-Detmold, Zollgrenze zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. Um 1833 wurde das Lippische Zollhaus in Lehmbauweise errichtet. Hier wurden die flussaufwärts geschifften so genannten „Bremer Waren“ (Tabak, Kolonial- und Haushaltswaren) und die flussabwärts beförderten Waren (Kies, Sandstein und Getreide) verzollt. Mit dem Beitritt zum Deutschen Zollverein 1842 verschwand diese innerdeutsche Zollgrenze. Danach wurde das Gebäude als Schule genutzt.

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung nach dem Lemgo-Gesetz wurde der Ort am 1. Januar 1969 der nördlichste Ortsteil der lippischen Großgemeinde Kalletal.

Bücher

Karten

Erder in der heutigen Struktur als Stadtteile.

Erder, siehe Maps:

Dokumente

Verweise

Auskünfte

Kreisarchiv Lippe

Gemeindearchiv Kalletal

Heimatvereine Kalletal

Heimatvereine Kalletal

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/kalletal_erder.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/10 21:42 von michael