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wiki:lemgo_luerdissen

Lürdissen

Dieses ist die Beschreibung des Lemgoer Ortsteil Lürdissen.

Höfeliste

Die Lürdissener Haus- und Höfeliste umfasst die Hausnummern 1 bis , Dieses ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Geschichte

Der Lemgoer Ortsteil Lüerdissen besteht aus den Siedlungen Luhe, Luherheide und Lüerdissen. Die älteste Siedlung ist Luhe und gehörte ursprünglich zur Villikation zu Brede, deren Höfe beiderseits des Luhebachs lagen. Lüerdissen war eine planmäßige Anlage aus dem frühen Mittelalter, in der fünf Höfe oder Kolonate um einen Teich und freien Platz angeordnet worden waren. Teich und Platz konnten alle Kolonate gleichermaßen nutzen. Um 800 n. Chr. wird in einer nicht datierten Heberolle der Villikation zu Brede der Name Liuderedeshusun (Lüerdissen) genannt. Der am Luhebach liegende Hof zu Brede war ein Meierhof. Alle Kolone, die keinen eigenen Hof besaßen, sondern ihn für einen Grundherren bewirtschafteten, wurden Meier oder Villicus genannt. Hier wurde vorwiegend Getreide und Flachs angebaut, während die Viehzucht keine große Rolle spielte. Lüerdissen wurde 1309 erstmals urkundlich erwähnt. Erenfried von Luderdissen war um 1335 Lehnsträger der Abtei Herford und Grundherr in Lüerdissen. Zu dieser Zeit gab es noch keine Familiennamen und die Familien wurden nach dem Ort benannt, in dem sie Grundbesitz hatten. Um 1535 wurden Luhe mit 7 Höfen und Lüerdissen mit 6 Höfen zur Bauerschaft Lude, später Lüerdißen, zusammengelegt. Der Grund war offenbar die räumliche Nähe und die ähnlichen Namen, die von dem beide Orte verbindenden Bachlauf stammen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts setzte Graf Simon VI. das strengere reformierte Bekenntnis in Lippe durch. Eine Ausnahme bildete die Stadt Lemgo, deren Bewohner weiterhin lutherisch bleiben konnten. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) litt auch Lüerdissen unter dem Durchzug fremder Truppen. Obwohl sich Lippe als neutral erklärt hatte, musste der lippische Graf sogenannte Kontributionen von der Bevölkerung eintreiben lassen. Am Ende des Krieges 1648 hatte Lüerdissen 106 Einwohner in 28 Haushalten. In Lippe bestand seit 1684 eine Art von Schulpflicht, doch viele Eltern schickten ihre Kinder, die zum Viehhüten und zur Feldarbeit benötigt wurden, selten oder gar nicht zur Schule. 1800 wurde in Lüerdissen eine neue Schule gebaut, da die alte baufällig geworden war. 1808 wurde von Fürstin Pauline die Aufhebung der Leibeigenschaft verkündet. Viele Bewohner arbeiteten als Wanderziegler oder suchten sich in Amerika eine bessere Zukunft.

Bis zur Eingemeindung nach dem Lemgo-Gesetz am 1. Januar 1969 war Lüerdissen eine selbstständige Gemeinde im Kreis Lemgo. Dieser wurde zum 1. Januar 1973 aufgelöst und mit dem Kreis Detmold zum Kreis Lippe zusammengeschlossen.

Dokumente

Bücher

Karten

Lürdissen in der heutigen Struktur als Stadtteil.

Lürdissen, siehe Maps:

Verweise

Kreisarchiv Lippe

Stadtarchiv Lemgo

Heimatvereine Lemgo

Ahnenforschung Kreis Lippe

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/lemgo_luerdissen.txt · Zuletzt geändert: 2019/08/27 22:29 von michael